Apherese

Bei der therapeutischen Apherese werden dem Körper gezielt schädliche Substanzen entzogen. Dafür wird zunächst das Blutplasma von den Blutzellen getrennt (Plasmaseparation im Primärgerät). Anschließend wird das Plasma mit Hilfe eines Sekundärgeräts über den Adsorber geleitet. Dort werden die schädlichen Substanzen gebunden. Das gereinigte Plasma wird anschließend im Primägerät wieder mit den Blutzellen vereinigt und zurück in den Patienten infundiert.

Wenn die Abreicherungsleistung des Adsorbers nachlässt, wird dieser automatisch mit verschiedenen Spüllösungen regeneriert, sodass die Arbeicherungsleistung wiederhergestellt wird.

In der folgenden Abbildung ist der Aufbau einer Apheresebehandlung schematisch dargestellt.

Die Apherese ist üblicherweise eine sichere und nebenwirkungsarme Therapie. Im Gegensatz zu einer medikamentösen Behandlung kann diese jederzeit unmittelbar beendet werden. Damit ist sie eine schnell wirksame Therapieoption, die auch in der Schwangerschaft angewendet werden kann (Fassbender et al. 2015).

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